Samstag, 4. Juli 2009

webtipp: sehr feiner zeitungsartikel in der wiener zeitung

"Man sieht ja nur das, was man weiß" schreibt Ingrid Thurner in einem sehr kurzweilig zu lesenden Artikel in der Wienerzeitung mit dem Titel: "Reisen bildet - bildet reisen?"

In der Forschung gibt es hier u. a. die Möglichkeit das qualitative Forschungsparadigma zu wählen, der uns den Blick nicht durch vorher definierte Vermutungen über die Wirklichkeit "verstellt" (andererseits ermöglichen uns diese Erwartungen oftmals erst ein Erkennen). Derart unvoreingenommen (soweit dies überhaupt möglich ist) erhofft man sich neue Erkentnisse, ein erstes Herantasten an ein Forschungsobjekt.

Ob dies auf die Reise ebenso übertragen werden könnte? Mit Sicherheit - gibt es doch genügend Reisende (ich bin einer davon), die sich gerne ohne jegliche Vorabinformation, detailierte Urlaubsplanung, Unterkunftsbuchung, etc. an einen fremden Ort begeben und dann einfach "mal schauen" was sich so ergibt. Immer mit der Gefahr im Nacken - wieder zu Hause angekommen - "nichts" erzählen zu können, da man ein anderes Bild von der Destination gewonnen hat. Man kann dann eben keine Gemeinsamkeiten (weil man anstatt vor "Big Ben" & "Tower Bridge" in einem Londoner Vorort gelandet ist und junge Mütter beobachtete, die - selbst kaum der Kindheit entwachsen - mit 4-jährigen Kindern spielen) im Small-Talk teilen. Auch dem Gefühl "etwas versäumt zu haben" (=Konsumationsstress) sollte man bei dieser Art zu reisen nicht unterliegen. Sonst reist man lieber "hypothesenprüfend" oder, wie es im Zeitungsartikel beschrieben wird, "vorurteilsbestärkend".

Freitag, 26. Juni 2009

Aus aktuellem Anlass...

... muss/will ich gestehen, dass ich bei Jacko's "Heal the world" das erste Mal küsste. Dieser Song ist für mich daher mit viel positiven Emotionen verbunden.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Tourismuswissenschaft - Eine Wissenschaft, die Wissen schafft?

Meine Kollegin, die Moni, und ich haben für den "Berchtesgadener Anzeiger" eine Kolumne mit dem Titel "Tourismuswissenschaft. Eine Wissenschaft, die Wissen schafft?" geschrieben, die am 13. Juni veröffentlicht wurde. Na ja, der Titel hat sich geändert und das Bild wär' auch nicht gerade unser Favorit gewesen. "Oba mei na". Hier der Artikel (anklicken macht ihn druck-/lesbar).

Samstag, 23. Mai 2009

Karl Valentin als Diss-Ideen-Geber? Why not...

Multichannelmanagement. Selbst wenn der Kunde/Lieferant "nur" einen Kommunikationskanal verwendet, wie hier der gute Karl Valentin, kann es schon sehr wichtig sein, dass betriebsintern gewisse Informationen bekannt sind bzw. geteilt werden. Vielleicht wäre es ja eine Dissertationsidee solche Kanalkontakt-Szenarien zu erstellen und an einer ganzen Branche oder Branchenvergleichend durchzutesten. Und diese Ergebnisse dann mit betriebsinternen Prozessen abzugleichen, um zu sehen woran es happert oder warum es gerade dort gut läuft?! *Überleg*

Sonntag, 17. Mai 2009

Wohin unser aller Gier uns so lang führ(t)(en) kann...

Gerade seh' ich die Enron-Story (siehe Ausschnitt unten) im TV. Da fallen mir doch glatt EAV-Songzeilen ein, die dazu *imho* ganz gut passen und folgendermaßen lauten:

Humanismus und menschliche Ethik
bringen keine Kohle, drum ham' mas auch nicht nötig.
Sokrates, Plato, Hegel und Kant
waren an der Börse nie genannt.


Samstag, 2. Mai 2009

geschafft...

...mein Facebook-Account ist gelöscht. Nein, nicht bloß "deaktiviert", sondern gelöscht. Ist zwar nicht soooooo leicht zu finden, funktioniert aber (hoffentlich). Selbst verifizieren kann ich es jedenfalls nicht mehr. ;-)

Ich war ein Facebook-Heavy-User. Aber es ist einfach spannender, die KollegInnen Montag's zu fragen wie ihr Wochenende war und es mir dann erzählen lassen und Bilder im Kopf entstehen lassen, als ohnehin schon alles bis in's intimste Detail gesehen zu haben.
Ich will das Internet als Pull-Medium nutzen können. Und mir die für mich wertstiftenden Infos rausziehen können und nicht das Internet als Push-Medium durch derartige Applikationen missbraucht wissen. Mit der Zeit wird es ein Information-Overload von Dingen, die man/ich gar nicht alle wissen will/muss. Und... ich will meinen Facebook-Freunden die Chance geben ihnen im realen Leben ohne mein vorgefasstes Bild von ihnen - dass durch ihre "Selbstdarstellung" im Facebook entstanden ist - entgegentreten zu können.

Hier noch ein interessanter Artikel in diesem Zusammenhang:

Freitag, 24. April 2009

Tourissimus 2009

Puh - die Anspannung der letzten Tage hat sich bezahlt gemacht. Ich konnte beim Tourissimus 2009 den 2. Platz erreichen.

Tourissimus - was is'n das?
Der Tourissimus ist der österr. Tourismusforschungspreis, bei dem die besten akademischen Abschlussarbeiten aller österr. Universitäten und Fachhochschulen eingereicht werden. Aus diesen von den Instituten eingereichten Top-Arbeiten werden mittels eines Double-Blind-Review-Verfahrens zunächst die 5 besten Arbeiten ermittelt. Die AutorInnen dieser präsentieren dann bei der Abschlussveranstaltung vor einer Expertenkomission ihre Ergebnisse. Per Juryentscheid werden dann letztendlich die Preise vergeben.

Im Bild: Während der Präsentation vor der Expertenkommission, Meine ArbeitskollegInnen müssen sich meine enthusiastischen Berichte im unmittelbaren Anschluss geduldig anhören sowie alle fünf stolzen PreisträgerInnen mit den Sponsoren der Veranstaltung.

Hier noch ein kleines Video, welches Leo (Big Boss) gedreht hat. Danke!


Artikel auf der Firmenwebsite

Artikel in den SN vom 19. 05. 09:

Sonntag, 5. April 2009

General Online Research 09

Ich sitze im Zug und fahre von der GOR '09 nach Hause. Alles in Allem eine gelungene Konferenz. Anbei einige Eindrücke, Berichte, Nacherzählungen...

TAG 3:
Keynote des letzten Konferenztages stand unter dem Titel: Trends in online measurement: From visits and clicks to blogs and engagement.
Entweder liegt es an meiner morgendlichen "nicht-Leistungsfähigkeit" oder an der Rede, dass diese nicht nachvollziehbar/mitdenkbar ist. Aber wenn ich mir die geringe Teilnehmerzahl in dem riesigen Audimax der Uni ansehe und beobachte, dass die wenigen Teilnehmer auch im 5-Minuten-Takt hinausströmen, liegt es entweder an der morgendlichen "nicht-Leistungsfähigkeit" der Anderen oder eben am Redner. Er spricht ohne Argumentationsstruktur, seine Folien bestehen aus ganzen Sätzen - geschrieben in 6 Punkt und mit einem Seitenabstand von ca. 1mm - und sein Enthusiasmus deckungsgleich mit dem eines Stoikers. UND: Er spricht nicht über's Thema, sondern darüber, dass er als Medienprofi (!) einen Shift im Medienverhalten von TV hin zu Internet feststellen konnte. Wow!
Zweite Erkenntnis, geliefert von John Nail (nicht der Orator, den ich gerade so unhöflich kritisierte): "Social media measurement ist still too young to set standards for. It's premature to force an audience measurement standard on social media."

Axel Maireder präsentierte seine Studie über "Internet-usage in Schools" für's österr. Unterichtsministerium wird präsentiert. Durchgeführt von der Uni Wien. Der angewandte Forschungsprozess war der der "Grounded Theory" und eingesetzt wurden hierfür Fokus-Groups. EINIGE Findings: Interessant, dass Schüler denken, dass Information aus dem Internet per se gut ist. Sie hinterfragen diese Informationen gar nicht erst. Das liegt daran, dass Lehrer kein Feedback zu "Internetarbeiten" geben, bzw. die Quellen nicht evaluieren. "Solange das funktioniert, nehmen die Kinder an, dass Internetinformation "gut" ist". Lehrer wiederum vertrauen den Informationen NICHT, verwenden diese aber DENNOCH. Ein Paradoxon. Auch glauben junge Personen "blind" der "Weisheit der Massen". Ein Zitat einer 10-jährigen Schülerin: "Wenn 10 Leute sagen, die Mauer ist 10 Meter hoch und 2 Leute sagen, sie ist 9 Meter hoch, dann glaube ich den 10 Leuten." Expertenmeinungen werden als nicht wichtig erachtet. Die Hausübungen werden oft durch Zeiten für's Mailen and Chatten unterbrochen. Die Folge: Hausübungen dauern bis zu 4h. Diese 4h werden in den Gedanken der Schüler der Hausübung zugerechnet und die Belastung (der Workload) durch die Schule wird subjektiv sehr überbewertet. Die Lehrer empfinden durch's Internet einen "loss of control" und in Folge fühlen sie einen "Loss of authority". Ein Teufelskreislauf, der durch einen "lack of practical knowledge" im Umgang mit dem Internet in der Lehre entsteht. Ferner haben sie zuwenig Vertrauen in ihr Wissen im Bezug auf das Internet. Dieses ist zwar sehr sehr hoch in Österreich, aber es fehlt das Selbstbewusstsein und sie getrauen sich daher nicht das Internet einzusetzen. Lehrer haben das Gefühl, dass Schüler ihnen darin weit überlegen sind. Alles in Allem kein positives Bild der Internetnutzung an Schulen...

Anja Johanning beschäftigte sich mit Communities als Arbeits-hilfs-mittel? Wie und Wann werden sie eingesetzt? Welche Auswirkungen hat der Einsatz auf Kompetenzen der Mitarbeiter? Und was muss eine Community (marketing.de secretaria.de etc.) aufweisen, um im professionellen Umfeld genutzt zu werden?


TAG 2:
Prof. Jon A. Krosnick von der Stanford University hielt die Keynote zur GOR '09. Er ging dabei auf folgende Frage ein: "Does mode matter? What about data quality?". Und beantwortete diese sehr profund (er betreibt seit Jahrzehnten sehr groß angelegte (Wirtschaftspartner, US-Regierung, etc.) Vergleichsstudien zwischen Telefon-, Paper & Pencil-, Internet-, und Face to Face-Interviews). Und ja: "Mode does matter!" Er zeigte extreme Unterschiede in den Ergebnissen (andere Rangreihenfolgen, Fehlerquoten von bis zu 25 % bei Häufigkeiten, usw. usf.) und man sollte sich sehr sehr bewusst sein welche Auswirkungen die Erhebungsmethoden auf die Ergebnisse haben (können). Nicht neu all das! No na - Ergebnisse? Aber profund recherchiert und plakativ präsentiert.
Seiner Meinung nach das dzt. Optimum ist die Erhebungsmethode, die er dzt. praktiziert. Zusammen mit dem US-Ministerium wurden 1.000 Laptops angekauft, 1.000 High-Speed-Internetzugänge bezahlt und diese Infrastruktur wurde 1.000 zufällig ausgewählten Haushalten zur Verfügung gestellt, die dafür 1/Monat ein halbes Jahr lang eine Befragung durchführen müssen. Sie erhalten für jeden Fragebogen außerdem 10 Dollar. Diese Kombination aus klassischem "randomized sampling" (verbunden mit einer Rücklaufquote von 97%) und den Positiva der Onlinebefragung (User haben Zeit zu Überlegen, die Effekte von Befragungserfahrung sind viel geringer, User reagieren nicht sozial angepasst, etc.) vereine die Vorteile beider "Welten" - der On- wie der Offlineforschung).


Danach besuchte ich die Session mit Vorträgen/Forschungsergebnissen zum Thema "Social Web".
Stefan Wehrli erforscht Persönlichkeitsfaktoren, die die Partizipation bei sozialen Netzwerken erklären. Aktuelle Ergebnisse gibt es hier zum herunterladen. Spannendes Detail: Neurotizismus (also Personen, die im realen Leben daher Schwierigkeiten haben sich zu vernetzen) ist gerade für soziale Gemeinschaften ein positiver Faktor hinsichtlich des Grades der Partizipation. Alle Verrückte vereinen sich also in Facebook? ;-)

Monika Taddicken führte Gruppeninterviews mit Personen durch, um Faktoren, die den "Disclosure"-Level im Umgang mit Web2.0-Communities beeinflussen, herauszufiltern. Level of Activity, Privacy Concerns, Trustworthiness of Application, Social Context, (Expected) Benefits, Data Management possibilities, Impression Management und Awarness waren die gefundenen Faktoren, die auf verschiedene Personengruppen (Active-Users, Semi-Active-Users, Non-Active-Users) verschieden wirken. Den Vortrag gibt es die nächsten Tage via http://webresearcherblog.wordpress.com/ zum herunterladen.

Heute Nachmittag hatte ich zuerst ein Meeting mit einem Mitarbeiter der Firma Senso Motoric Instruments. Da wir ein Eye-Tracking-System von SMI haben und verwenden, ist ein Erfahrungsaustausch mit dem Anbieter immer sehr spannend, da aktuelle Infos bezüglich existierender und bevorstehender Softwareupdates bezogen werden können. Bzw. die andere Richtung der Kommunikation auch für die Firma SMI spannend ist, da diese immer sehr gerne wissen wollen, woran (an welchen Forschungsobjekten) wir arbeiten, um deren System dahingehend verbessern zu können. V. a. wenn Probleme auftreten/aufgetreten sind.

Dann ging es ab zur "Best Practice Session". Hier stellten die Firmen Porsche (sie befragen ihre Kunden Online zur Kundenzufriedenheit), Swisscom (sie erheben die Markenwerte, die in den Köpfen ihrer Kunden existieren und gleichen diese "Bilder" mit den am Papier definierten Markenwerten ab) sowie die AGOF (diese erheben jährlich das Internetnutzungsverhalten der Deutschen) ihre Praxiserfahrungen mit Online-Erhebungen vor. Spannend hier vor allem die Aussage der Vertreter der Fa. Porsche, die ihre Befragung ausschliesslich als Werkzeug zum Messen der Kundenzufriedenheit sehen, sondern selbst als Tool zur Beeinflussung der Kundenzufriedenheit! So konnten sie feststellen, dass eine Verbesserung des Befragungstools positive Auswirkungen auf die Zufriedenheit selbst hat. Natürlich unterstützt sie dabei die starke intrinsische Motivation der Kunden, die im Produkt nicht einen Gebrauchsgegenstand sehen, sondern emotional extrem verbunden sind und an einer Verbesserung des Produktes ehrliches Interesse haben.

Schlussendlich ging es vom Regen in die Traufe. Bzw. von "Porsche" in die Welt der politischen Meinungsumfragen. Die politische Meinungsumfrage ist lt. yougovpsychonomics in letzter Zeit schwer unter Druck geraten, da die Vorhersagen starke Abweichungen zum tatsächlichen Wahlverhalten zeigten (angeführt wurden die Wahlen in Bayern, in Kärnten, die österr. NR-Wahl, die dt. Bundestagswahlen). Teilweise waren Abweichungen von bis zu 17 % (!!!) festzustellen. Ohne die Gründe zu kennen, wurde das sozial angepasste Antwortverhalten im Rahmen von CATI-Interviews unterstellt. Und daher wurden bereits groß angelegte Feldstudien durchgeführt, um Online-Befragungen im Bereich der "Wahlverhaltensforschung" einzuführen (z. B. im Rahmen der Londoner Bürgermeisterawahlen). Diese zeigten allesamt bessere (!) Vorhersageergebnisse, als die klassischen Offline-Erhebungsmethoden. Die notwendigen Schritte zwischen Befragung und Vorhersage (Gewichtungen (Quota-sampling), BIAS-Berechnungen, Einberechnung des Vorwahlverhaltens, etc.) müssen natürlich genauso sorgfältig gemacht werden...
Danach wurde noch eine Websitenanalyse der österr. Parteien, durchgeführt im Rahmen der NR-Wahlen '08 von Fr. Russmann der Uni Wien, präsentiert. Gelieferte Schlussfolgerung: Kleinparteien nutzen die Möglichkeiten besser, da diese weniger Marketingbudget haben und ihr Heil im Web suchen. Ausnahme: die FPÖ.




TAG 1:
Eye Tracking war das Thema des Workshops am frühen Nachmittag, den ich heute besuchte. Robertino Pereira von der Fa. Tobii Technology sprach über die Grundlagen von Eye Tracking UND Usability-Testings. Spannend, dass ein Mitarbeiter des direkten Mitbewerbers, der Fa. SMI, ebenso im Publikum saß. Spannend, weil die FH Salzburg ein System der Firma SMI besitzt und ich so persönlichen Kontakt schliessen konnte mit dem Mitarbeiter, und ich mit ihm für die nächsten Tage persönliche "Nachhilfe" vereinbarte. Good luck!
Link des Tages: Google arbeitet stark mit Eye-Tracking, um deren Produkte zu analysieren und zu verbessern. Hier die relevanten Artikel im offiziellen Google Blog.
Zum Abschluss noch ein Video, dass zeigen soll, dass sehen noch lange nicht wahrnehmen ist. Mit Eye-Tracking kann letztendlich auch nur das sehen gemessen werden, nicht jedoch das wahrnehmen!!! Ein Rückschluss auf das wahrnehmen, wenn man die Fixations (=Der Augenblick, wenn der Blick stehen bleibt und man einen kleine Ausschnitt (Daumennagelgroß) scharf sieht) und Saccades (Blickbewegungen, bei denen man maximal einen unscharfen, oftmals farblosen Schatten, sieht) interpretiert, wird immer ein gutes Stück Interpretation bleiben.

Noch immer sitze ich hier in einem veralteten Hörsaal der Uni (also Infrastrukturell sind die Uni's keineswegs zu beneiden...) und der Vortrag des heutigen späten Nachmittags nähert sich direkt proportional der Anzahl der Steckdosen in diesem Raum (=0!). Es geht um Fallstricke in der Onlinemarktforschung und die sind so "logisch" (bzw. sind diese rein handwerklich und es geht keineswegs um methodische Überlegungen), dass diese Interessant sind für Personen, die noch gar keine Erfahrung mit Onlinebefragungen sammeln konnten... Ich denke, ich werde in die Sonne gehen. Nur: Wie mache ich das ohne Respektlos zu erscheinen???

TAG 0:
Bin gerade unterwegs nach Wien an die Hauptuniversität zur General Online Research 09. Bin persönlich sehr gespannt, was die nächsten Tage als Status-Quo der Onlineforschung dikskutiert werden wird...
Weiteres folgt...

Freitag, 20. März 2009

Tourismuskritisches...

Dienstag, 17. März 2009

Österreichischer Tourismus-Forschungspreis

Heute wurden die Vorauswahlergebnisse des Wettbewerbes zum "Tourissimus" (=österr. Tourismus-Forschungspreises) bekannt gegeben.
Bei diesem Preis treten touristische Diplomarbeiten von Universitäten, Fachhochschulen bzw. Fachhochschulstudiengängen gegeneinander an, um die "beste" wissenschaftliche Abschlussarbeit der "Branche" in einem "Double Blind Review"-Verfahren zu ermitteln.
Meine Diplomarbeit kam dabei unter die besten 5 Arbeiten und wird am 23. April an den Endpräsentationen teilnehmen. Die Chance lebt, bzw. es bleibt spannend.
Natürlich kann und will ich eine gewisse Freude mit dem Zwischenergebnis nicht verbergen, zumal mein Forschungsobjekt an sich ja nicht das spannenste ist und ich umso mehr mit einer sauberen Vorgehensweise punkten musste, um die Juroren zu überzeugen.

Hier gibt's nähere Infos inkl. den erstellten Gutachten zu den Arbeiten: Tourissimus - Website

Freitag, 20. Februar 2009

WIKI - zitierfähig?

Gerade wieder in meiner Mailbox. Zum ca. fünften Mal heuer (wir haben Ende Februar) diese Frage: Ist Wikipedia zitierfähig?

Und wie oft ist sie nicht hinreichend verständlich und schon gar nicht mit dem erhofften Ergebnis für Studierende, die den Unterschied zwischen auf Papier gedrucktem und im Internet "veröffentlichten" nicht wahrnehmen (wollen), zu beantworten. Meine pers. Meinung hierzu (in Zukunft werde ich statt die Mails zu beantworten auf diesen Blogeintrag verweisen): JA, zitiert WIKI - sehr gerne. Aber NUR dann, wenn dort Erkentnisse stehen, die nach ausgiebieger Literaturrecherche in keiner Monographie, keinem Sammelbandbeitrag, in keinem Journal, keinen Conference-Papers oder Proceedings gefunden wurden und die aufgrund tiefgehender Fachkenntniss, erlangt durch das Lesen aller Beiträge im relevanten Forschungsgebiet, als "ok" befunden werden können. Denn ist dies der Fall, erübrigt sich zu 99,x% jede WIKI-Zitation von selbst.

Noch ein interessanter Link zum Thema: don't cite wiki?
Und abschliessend ein Link zur Gedankenanregung: AEIOU - Annotation

Montag, 2. Februar 2009

Neulich in den Zeitungen... ;-)

Auf die Fotos klicken, um die Artikel zu vergrößern. ;-)

Salzburger Nachrichten:



Lungauer Nachrichten:

Tourismuswirtschaft Austria & International (TAI):

Tourismuspresse online:

Salzburger Wirtschaft:


Kritische Ressonanz auf die Medienressonanz: http://astridroessler.twoday.net/stories/5458867/.

Freitag, 28. November 2008

Neulich beim bowlen...





Mittwoch, 12. November 2008

Lange Nacht der Forschung

Firmenblog zur "Langen Nacht der Forschung"

Montag, 3. November 2008

Flachgauer Nachrichten vom 30. 10. 08

Freitag, 17. Oktober 2008

EuroCHRIE Pics


li: ich beim vortragen - re: soviel zu "sustainable tourism"

li: bauBOOM - Kräne wohin man schaut - re: networken

li: gigantismus 1: bitte sagt es mir BEVOR ich so viel auf die waage bringe wie mein us-amerik. kollege - re: gigantismus 2: das höchste gebäude der welt











´
li: ölkrise? vielleicht in europa, nicht im nahen osten (benzinfressendes kfz-modell. die regel, nicht die ausnahme) - re: ölkrise? vielleicht in europa, nicht im nahen osten (vollklimatisierte bushaltestelle)

Mittwoch, 15. Oktober 2008

EuroCHRIE 6

Heute war ich als Tourist unterwegs. Dubai ist für einen europäischen Individualtouristen, der Alleine unterwegs ist insofern kein "leichtes" Unterfangen, da viele touristische Angebote (Busrundfahrten, Zutritt zum Burj al Arab - Hotel, etc.) nur in Gruppen gestattet ist. Warum auch immer - der Grund blieb mir bis dato verborgen. Bzw. vermute ich, dass dies damit zusammenhängt, dass man so einer Infiltrierung der Touristen, bzw. deren Werthaltungen, mglst. vorbeugen will. Eine Gruppe ist weniger auf Kommunikation mit Einheimischen angewiesen, bzw. bildet sie eher eine von der Außenwelt "abgeschnittene" Einheit, als die ein Individualtourist tut. Zweite Sache, dass die Sache die Stadt zu entdecken nicht erleichtert, ist die Tatsache, dass die hiesigen Taxifahrer nicht immer das Ziel finden (die Straßenzüge ändern sich halbjährlich in Folge des Baubooms) und deren Englisch meist noch schlechter als das Meinige ist. In case of that it get's complicated most often.

Dennoch konnte ich mir einiges ansehen:
Ich war im "Dubai Museum". Den Gesprächen der letzten Tage nach das Einzige in dieser Wüstenmetropole, dass Älter als 15 Jahre ist.
http://en.wikipedia.org/wiki/Dubai_Museum
Das Museum ist sehr professionell aufbereitet (noch nirgendwo anders wurde ich bspw. als Konsument so dazu "gedrängt" - in einem positiven Snne - meine Beschwerde loszuwerden oder Feedback zu geben), nur leider arm an Geschichte und Geschichten. Das zieht sich durch ganz Dubai. Es ist ein enorm enorm enorm expandierender Ort (überall Baukräne und Gigantismus. Von den 10-spurigen Strassen, deren Verläufe angeblich jedes Jahr in Folge des Baubooms geändert werden bis hin zu den höchsten Häusern der Welt und den größten Hotels). Aber es bleibt ein Luxus, der kalt und ohne Inhalte/Geschichten ist. Historische wie in Europa gibt es nicht und künstliche gut gemachte Illusionen wie bei "Disney", die auch eine Art von Geschichte erzählen, sind auch nicht existent. So bleibt Dubai ein riesen Einkaufszentrum. Schön zu sehen, aber schon nach einem Tag äußerst fad, da die Inhalte fehlen.

Und so zog es mich dann auch dorthin - in ein Einkaufszentrum. Das schönste in Dubai (Malls und moderne Souqs gibt es unzählbare). Es umfasst dies neben dem EKZ noch das Kempinski-Hotel und eine gigantische Skihalle:
http://www.skidubai.com/
http://www.malloftheemirates.com/
http://www.kempinski-dubai.com/
Fotos folgen! ;-)

Danach machte ich eine unfreiwillige Rundfahrt. Mein Taxifahrer war zwar sehr sehr freundlich und erzählte mir allerhand darüber, was er über Australien bis dato so alles gehört hat (nein, es half nichts als ich Europa, Germany, Switzerland in's Gespräch einwarf... er nickte nur und erzählte weiter. Ich verstand ihn aber kaum). Aber als wir vor dem Abflugterminal des Flughafens standen, entschloss ich höflich zu bezahlen und mit dem nächsten Taxifahrer einige Worte Englisch zu wechseln, bevor dieser losfuhr. So landete ich schließlich im Madinat Jumeirah:
http://www.madinatjumeirah.com/ .
Das ist der Hotelkomplex, der nicht einmal in einem Jahr erbaut wurde und die letzten Tage das Galadiner beherbergte, wie auch die Eröffnungsreden. Eine absolute Scheinwelt, wo ich das "hinter der Bühne" nicht erleben will. Erzählungen zu Folge haben es die Gastarbeiter aus dem Iran und Irak, die für 50 Dirham/Monat arbeiten und denen die Reisepässe für die Dauer ihrer Beschäftigung von den Arbeitgebern weggenommen werden (eine besondere Art eines Loyalitätsprogrammes), nicht sehr lustig.

Und jetzt stürze ich mich in den boiling pool der Academy.

Resumee:
Dubai/VAE = Gigantisch, Schnelllebig, Boomend (in der Zeitung las ich, dass in Abu Dhabi nächstes Jahr ein F1-Grand-Prix stattfinden wird. Es gibt noch keine Strecke, aber einen Plan. Und der wird mit Sicherheit bestens exekutiert), Multikulturell auf den ersten Blick, gar nicht westlich auf den Zweiten (Internetzensur, Beschränkungen welche nur für Damen gelten, ein für uns ungewohntes Ausmaß an Verhaltensregeln im Alltag, etc.), Reichtum und ein goldener Käfig für viele Europäer, die hier arbeiten.

Dienstag, 14. Oktober 2008

EuroCHRIE 5

Heute nur eine schlagwortartige Zusammenfassung:

- Tag war sehr intensiv (viele Paperpresentations und Panels besucht)
- Future issues, genauer schon Gegenwärtige, in Forschung und Lehre (wenn man die Inhalte hier betrachtet): Experiences, also genau was wir im Master anbieten werden / Revenue Management (big big big topic in allen Schattierungen) / Sustainability / eTourism / Languages / HR
- Out, bzw. Felder mit nahezu keinen Forschungslücken mehr: number one auf der "no-go"-list: Marketing / Service and Service Quality / Intercultural stuff (intercult. Communication, Behavior, etc.) / Consumer Behavior / Operations Management (nor: Strategic Management!)
- Denken ist DEFINITIV in die Herkunft eingebettet! Bsp.: Diskussion über ökologische Nachhaltigkeit: Ein Streit zwischen Amerikanern und Chineses bricht aus. Die Chinesinnen wollen internat. verbindliche Standards und Vorgaben (zentralistisch). Die Amerikaner wollen die Kunden erziehen und der Markt werde sich dann selbst regulieren.
- Eine estonische Kollegin sieht durch den Tourismus ihre Sprache gefährdet, da diese nur mehr von 1 Mio. Menschen beherrscht wird. Sie entwickeln neue Worte für Ausdrücke, die international (sogar von den Franzosen) von Allen verwendet werden, in der Angst um diese.
- Eine holländische Kollegin hat sehr sehr sehr sehr interessante Unterrichtskonzeptionen für die Lehre im Bereich des Forschens (wissenschaftl. Arbeiten). We'll stay in contact and share our thoughts.
- Gewisse Präsentationen werden von Haus aus (MAFO-stuff, Projekte in der Konzeptionsphase, etc.) beinhart, wirklich beinhart, kommentiert.
- No presentation without limitations!!!
- Morgen wird ausgeschlafen!!!

Montag, 13. Oktober 2008

EuroCHRIE 4

Zu Beginn meines heutigen Textes einmal zwei Videos, die meinen Zeichenschwall der letzten Tage durchbrechen und auflockern sollen. Zwei Movies, die den Ort, an dem ich mich dieser Tage aufhalte zeigen:
Emirates Academy 1
Emirates Academy 2

Heute war es soweit: Die Präsentation des conference-papers "restructuring the destination management system paradigm" stand auf dem Programm. Und, sie lief erfolgreich. Das Feedback war sehr gut und die Audienz, wenn es auch wenige waren (aber tröstlich, dass die bei den anderen Sessions ebenso ist!), sehr interessiert und jeder Anwesende folgte der Präsentation (was nicht bei allen Sessions so ist!). Persönlich bin ich sehr froh, diese "Feuertaufe" (Präsentation auf einer internat. Konferenz einer akademischen Community mit der Umgangssprache Englisch) so erfolgreich überstanden zu haben. Zumal meine Perfomance in der Präsentation die Qualität des Papers meines Forschungsleiters nicht geschmälert hat und daher kein "falsches" Bild über diese Qualität in der Riege der "Researcher" entstanden ist. *puh*

Lustig auch, dass ein anwesender Kollege aus dem Oman (!) - traditionell gekleidet - auf mich zutrat und meinem Kollegen "Dirk" die besten Grüße ausrichten lies, da er wohl schon einmal bei uns an der FH war. Wie klein doch die Welt ist und wie persönliche Beziehungen über Meilen hinweg sehr stark "binden". Er besuchte die Session extra, da er im Programm den Namen unserer Fakultät gelesen hatte und unbedingt sehen wollte, "wer" da aus Salzburg anwesend ist und etwas berichtet.

eTourism ist auch ein Forschungsfeld, das riesen Potential hat. Nie zuvor war mir das so klar, welche Nische Roman damit international neben wenigen Anderen (Dimitros & Co.), besetzt. Es gibt die 1.900. ServQual-Studie, die 200.000. Studie über die notwendigen Skills eines Managers, etc.. Aber Information Technologies in Tourism ist ein "schwach" vertretender Bereich auf der Konferenz. Sowohl von der Breite der Bearbeitung als auch in der Tiefe.

Mal sehen was die verbleibenden zwei Tage noch spannendes bieten... . Morgen werde ich mich wohl, nachdem ich nun den Kopf frei habe, um einige "international affairs" kümmern können und noch einigen spannenden Sessions beiwohnen und übermorgen "I will slip into the cloths of a tourist" und die Destination Dubai "erleben" - indem ich aus dem Areal der EmiratesAcademy "ausbrechen" werde.

Sonntag, 12. Oktober 2008

EuroCHRIE 3

Nach dem gestrigen Abendprogramm (get-together der "newbies" und Vorstellung des EuroChrie-Boards bei gemütlichen Beisammensein, so gut dass bei 35 Grad in den Abendstunden möglich ist!) erfolgte heute die offizielle Opening-Ceremony:

Abfahrt um 8h aus der "Emirates Academy" (hier gehört ALLES entweder der JUMEIRAH-Holding oder EMIRATES! ;-)) in das "Madinat Theatre" (http://www.madinattheatre.com/). Dort galt es seine "Excellenz" Sheik Nahyan Bin Mubarak Al Nahyan "kennen zu lernen". Er ist seines Zeichens Bildungs-, und Forschungsminister der V.A.E.. Schwer beschreibbar für mich, welche "Aura" diese Person umgab. Ein sehr lockerer und umgänglicher "Kerl", der in seiner Rede die Audienz trotz sehr striktem Zerimoniell (ein Scheich betritt den Raum nicht - er erscheint mit Militär, Beratern,.. und die Audienz hat sich streng an ein ehrgebietiges Zerimioniell zu halten. Er darf nicht unmittelbar fotografiert werden, es ist in seiner Anwesenheit zu Aufzustehen, etc.) oftmals zum Lachen brachte, indem er das "Getue" selbst immer wieder auf die Schaufel nahm. Der Minister sprach voller Stolz über die Gastfreundschaft seines Volkes, die internationale Akzeptanz und die Entwicklung im touristischen Bereich der letzten Jahre. Niemals überheblich.

Danach gab es drei Keynote-Speeches:
- Mr. Gerald Lawless (Executive Chairman der Jumeirah Group), ein gebürtiger Ire, hob die extreme Entwicklung seiner Holding hervor. Der Erfolgsfaktor schlechthin sei die Haltung im arabischen Raum darüber nachzudenken, wie Dinge GESCHEHEN könnten und nicht wie man sie zu VERHINDERN wüsste. Z. B. hat man für das Madinat Jumeirah, ein Komplex mit rd. 40Hektar Grundfläche und 1.000 Zimmern, Theater, Shoping Mal, 40 Restaurants, etc. im Februar den Businessplan entwickelt (!) und noch im gleichen Monat die Genehmigung des Präsidenten von Dubai bekommen. Anfang November (!) sperrte das Resort auf. In Europa zum einen wegen der Arbeitskosten und Arbeitnehmerschutzauflagen, zum Anderen wegen den Behördengenehmigungen und bürokratischen Hürden unmöglich. Interessant, dass er von Sich aus das Thema "sustainabilty" ansprach. Er ging also offensiv an den größten Kritik-, Schwachpunkt seiner Hotelgruppe heran und präsentierte CSR-Projekte und seine Überlegungen zum Thema Umweltschutz. In der abschliessenden Diskussion war das HR-Management ein großes Anliegen der Delegierten, nachdem Mr. Lawless "eingestand", dass das Personalwesen eines der größten Problemkinder bei so einer schnellen Expansion sei. Die Hotels und Attractions seien oft schneller gebaut, als die Leute rekrutiert und trainiert.

- Mr. Séan Worker, MD & Senior Vice President der größten Hotelgruppe weltweit (http://www.wyndham.com/), präsentierte Consumer-trends. Seine Daten, waren neben "bekannten" WTO-Daten, wie sich die weltweite Marktverteilung ändern wird, eine sehr interessante Segmentierung. Die "XYZ-Generations". Auf dieser aufbauend wird die Expansion der Gruppe vorangetrieben. Auch er sah ein enormes Potenzial für weltweite Hotelgruppen, da der Markt bekanntlich unaufhörlich wachse. Trotz derzeitiger weltweiter Finanzkrisen! Und auch Mr. Worker bemerkte "At the end of the day, everything is about humans. About their problems and challenges." Er sieht die Herausforderung der Zukunft von anderen Branchen (McDonalds, Toyota, Tatra, Starbucks, etc.) zu lernen und vor Allem sich bewusst zu sein, mit diesen starken Brands am Arbeitsmarkt in Konkurrenz zu stehen! Kein neues Phänomen, aber durchaus bemerkenswert die "Institutionalisierung": Wyndham googelt JEDEN Bewerber und analysiert mit einem standardisierten Tool dessen Social-Web-Einträge und "if his or her values doesn't fit to our values, the applicant is no option anymore".

- Abschliessend sprach mr. Sain über Destination-Marketing. Mr. Sain ist aus Orlando und präsentierte Marketingbudgets von Destinationen weltweit. Die USA sei das einzige westliche Land, in der es keine NTO gäbe. Die "administration" (Regierung) gibt lediglich 9 Mio. $/Jahr für Tourismuswerbung aus! Ferner ist es ein großes Problem, dass die Touristen an amerikanischen Airports nicht willkommen werden, sondern regelrecht als Verbrecher angesehen. Orlando selbst hat ein Marketingbudget von rund 60 Mio. US-$. Nummer eins am US-Markt ist "Las Vegas" (Nächtigungen und Budget), gefolgt von Orlando (Disney-Land, Waterworld, MICE-Geschäft, etc.). Orlando betreibt Außenstellen in Brasilien, UK, Deutschland, Irland und Mexiko. Auf die Frage, warum es noch keine in China gäbe, antwortete Mr. Sain, dass der chinesische Markt für die USA sowohl in "Gedanken", wie auch Geographisch, zu weit entfernt sei. Deutschland ist neben den Engländern der wichtigste Markt, v. a. durch die Kooperationen mit Lufthansa und BA. Mr. Sain's Präsentation war "typisch" amerikanisch. Im Vergleich zu seinen Vorrednern setzte er intensiv auf Video- und Bildbotschaften und sprach - obwohl er seine Rede las - sehr "powerful". Auch spannend: Bei der Präsentation wurden die weltweiten Budgets von NTOs verglichen. Österreich wurde nicht aufgelistet! Obwohl es mit Griechenland (das präsentierte best-practice-Beispiel) durchaus mithalten kann. Weltweit ist generell festzustellen, dass in Zusammenhang mit Europa häufig Griechenland, Spanien, Deutschland, Frankreich und England genannt wird. Österreich, dessen Innensicht ja oftmals die des "Tourismusweltmeisters" ist, wird selten wahrgenommen. Es gilt in persönlichen Gesprächen mit anderen Delegierten als "Teuer", aber (und das überrascht mich persönlich sehr, da meine Wahrnehmung eine Andere ist) als sehr sehr "Gastfreundlich" und "Open minded".

EuroCHRIE 2

Gestern war der erste Konferenztag mit Diskussions- und Workshoprunden zu den Themen "Research Methods", "Trends in Researching" und "Humor Based Learning".

Bei den "Research Mehtods" konnten keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden, abseits davon, dass immer mehr anwesende Publisher gerne mehr qualitative Studien haben wollten. Es Sie aber zuwenig gibt. Oftmals werden Papers mit quantitativer Forschung eingereicht, die ganz klar an der Forschungsfrage vorbeigehen, bzw. der "quantitative approach" der Falsche ist. Oder es werden papers mit qual. Forschung eingereicht, bei denen die angewandte Methode selbst nicht sauber dokumentiert und vollzogen wurde. Übereinstimmend wurde auch festgestellt, dass "observation" nicht unter 1 Jahr Teilnahme an der zu beobachtenden Gesellschaft zu bewerkstelligen ist. Man erhielte sonst weder Vertrauen, noch "natural behavior" der zu Beobachtenden. Erst, wenn Sie den Forscher akzeptierten (i. d. R.) nach 6 Monaten als einen von "Ihnen", würden Sie damit aufhören sozial erwünscht zu agieren.
Es wurden - lern-, lehrdidaktisch ganz interessant - die Teilnehmer gebeten "challenges" und "benefits" von Methoden (die auf der tafel notiert waren) auf post-it's zu schreiben, die dann gesammelt und diskutiert wurden. Evt. eine gute Idee für meinen Methodenworkshop im 6. Semester des Bachelorprogrammes?!

"Trends in Researching" war eine Podiumsdiskussion mit Prof. Okamus, Prof. Ryan, Dr. Jauncey, Prof. Chen and Dr. Sutton. Prof. Okamus und Prof. Ryan referierten darüber, in welchen Bereichen viele papers eingereicht werden und ich welchen sie "Forschungslücken" sehen. Marketing sei ein Feld, in dem es "zu viel" gäbe. Während hingegen in den Bereichen der klassischen "BWL" vielfach an Publikationen fehle. Zum einen läge das in der "Angst" der PHD-Students begründet, sich mit "Zahlen" zu beschäftigen, zum Anderen darin, dass es kaum reale Zahlen gäbe, mit denen gearbeitet werden könne. Ein weiterer weißer Fleck auf der Forschungslandkarte sei der Bereich des strategischen Managements. Dies liegt vor allem daran - wie oben beschreiben - , dass dieser Bereich sich oftmals nur durch teilnehmende Beobachtung erforschen lässt und dies einen sehr sehr langen Forschungszeitraum mit oftmals ungewissem Ausgang voraussetzt. Während quant. Methoden IMMER ein Ergebnis in Form von Zahlen und Graphen produzieren (auch wenn diese falsch sein mögen!), ist bei der Beobachtung auch damit zu rechnen, dass KEIN (publizierfähiges) Ergebnis erlangt werden kann. Dieses Risiko scheuen viele Dissertanten.

"Humor based learning". Ein kurzer Vortrag eines Kollegen aus den Niederlanden, der präsentierte, wie er seinen Sprachunterricht (Spanisch) mit "Spass" auflädt (hauptsächlich mit Hilfe von Bilder(geschichten)) und damit sehr gute Erfahrungen machte. Es wurde darüber diskutiert, ob dieser methodische Zugang auf für andere Fächer praktizierbar wäre oder nicht. Bzw. wenn ja, wie man die "Bilder" uminterpretieren könnte. Hier hat sich sehr schön gezeigt, dass Bilder, die in Holland verwendet werden (Werbesujets mit Halbnackten Personen, eine Zigarettenschachtel mit eine Kriegsverbrecher abgebildet, etc.) in anderen Teilen der Welt unmöglich zu zeigen wären oder aber auch zu ganz anderen Assoziationen führen. Sehr interessant. Wenn ich wieder zu Hause bin, muss ich mir jedenfalls einen gezeigten Film von "Bruno Bozetto" besorgen, da sich dieser sehr schön zeigen lässt und in Richtung des Phänomen des konstruktivistischen Denkens/Forschens interpretieren liese.

Freitag, 10. Oktober 2008

EuroCHRIE 1

14-10-35-5-18-35-7-16

Das sind die Temperaturstationen, die ich in den letzten 14 Stunden bei meiner Anreise nach Dubai zu einer Konferenz, bei den verschiedenen Anreisestationen (München-Qatar Flug nach Doha-Doha-Flughafenbus in Doha-Qatar Flug nach Dubai-Dubai-Taxi in Dubai-Zimmer) durchwanderte. KOPFWEH, Fieberblase, k. o.!

http://www.eurochriedubai2008.org/

Dienstag, 12. August 2008

no more boring data

Hans Rosling präsentiert Zahlen... und wie!
http://www.youtube.com/watch?v=hVimVzgtD6w

und das Jahr danach Folgendes:
http://www.ted.com/index.php/talks/hans_rosling_reveals_new_insights_on_poverty.html

und hier zum selber "spielen":
http://graphs.gapminder.org/world/

P.S.: Diese Daten hat übrigens - wie könnte es anders sein - auch Google für sich "gepachtet". http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/458378

Montag, 4. August 2008

*...und irgendwonn bleib' i donn durt* / urlaub '08

Montag, 21. Juli 2008

Meine erste Monographie

Nach einigen Forschungsberichten, kommt nun meine erste Monographie auf den Markt. *stolz erfüllt dreinschau'*. Diese erklärt auch meine "lange" Postingpause hier im Blog. Anbei der "Klappentext" des Werkes:

Wie erforscht man nachfrageorientierte Preise und Produktpräferenzen für Dienstleistungen? Dieser Frage geht Thomas Hinterholzer, Tourismusforscher
an der Fachhochschule Salzburg in Puch/Urstein, aufgezeigt am Beispiel der Dienstleistung Skikurs, nach.
Dabei wird das Kostenmanagementkonzept des Target Costings als theoretischer Lösungsansatz für die Probleme der untersuchten Branche verwendet, um zu Handlungsempfehlungen, bezüglich einer – aus Konsumentensicht – optimalen Preis- und Produktgestaltung, für die Salzburger Skischulen zu gelangen. Um diese Präferenzen herauszufinden, kommt die adaptive Conjoint-Analyse, eine multivariate dekompositionelle Forschungsmethode, zum Einsatz. Die Beschreibung dieser Methode und deren Einsatz im ersten Schritt des Target Costing-Prozesses bilden das Kernstück des Buches.


Hinterholzer, Thomas (2008): Die adaptive Conjoint-Analyse als Methode zur Erforschung von Preis- und Produktpräferenzen im Rahmen des Target Costing-Prozesses. Dargestellt am Beispiel der Dienstleistung Skikurs. Marburg: Tectum Wissenschaftsverlag.

Buch bei Amazon bestellbar!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Um 99,-- Hotelbesitzer werden!

Crowdsourcing zum anfassen gibt es nun auch in der realen Welt. Und das auch noch vor unserer Haustüre zum anfassen, bzw. in dem Fall zum Urlaub verbringen!

www.own-hotel.com

Wer es weniger sexy findet ein Hotel mitzugestalten und mitzubesitzen findet es anlässlich der EM-Euphorie vielleicht spannender sein Geld hier zu investieren:

http://www.myfootballclub.co.uk/

Montag, 19. Mai 2008

Kongress "Innovationen im Tourismus" in Baden/Wien 2008


We are on the way...

Hr. Rainer Edlinger - promoting castelcamp.at

Im Hotel. Aus "Büro Magister Vorname Nachname" wird nächtens Ruck Zuck ein "Mr. Vorname Nachname's Büro" gemacht und der Hoteleigner seines akad. Titels beraubt. Alles an seinen Platz und dieser ganz sicher nicht an ein Türschild im Hotelgang!

Diskussionsrunde...

Donnerstag, 8. Mai 2008

Szenariotechnik-Workshop @work


Wenn der Job Spaß macht...
liegt es meist daran, dass der Tag kein aller Tage Tag ist & neue Inputs, bzw. Reize auf das malträtierte Gehirn einwirken.

Ein solcher Tag war diese Woche. Thomas Herdin von der Salzburger Universität ward von uns eingeladen, um uns in die "Methode" der Szenariotechnik einzuführen.

Lesetipp: Herdin, T. (2007) Ein Blick in die Zukunft. Szenario-Coaching als Katalysator touristischer Entwicklungen. In: Egger, R., Herdin, T. (Hg.) Tourismus - Herausforderung - Zukunft. Münster; LIT-Verlag

Dienstag, 6. Mai 2008

Videobeiträge des diesjährigen "NETZWERK WINTER"

http://www.netzwerk-winter.at/de/symposium-2008/nachlese/

Sonntag, 4. Mai 2008

Lieblingszitate - meinen Job betreffend

Der Blick des Forschers fand nicht selten mehr, als er zu finden wünschte.
(Gotthold Ephraim Lessing (1729-81), dt. Dichter d. Aufklärung)
Am Anfang jeder Forschung steht das Staunen. Plötzlich fällt einem etwas auf.
(Wolfgang Wickler (*1931), dt. Verhaltensforscher u. Zoologe)
Forschung ist immer das Weiterforschen, wo andere aufgehört haben, das Weiterbauen auf Grundsteinen und Gerüsten, die andere vorbereitet haben, und damit allerdings leider zugleich auch mitunter das Weitergehen auf Irrwegen, die andere eingeschlagen haben.
(Hubert S. Markl (*1938), dt. Biologe u. Hochschullehrer)

Freitag, 2. Mai 2008

Wer verwirklicht mir meinen Traum...

...und hat eine "coole" Vespa zu verkaufen?
Freue mich über JEDES Angebot oder jeden Tipp, wie man an so ein "Teil" herankommt. Nein! Eigentlich geht es nicht darum ein Motorrad / einen Motorroller zu erweben, sondern darum dem damit verbundenen Lebensgefühl Ausdruck zu verleihen. Daher: Lebensgefühlsausdrucksmaschinenbesorgungsemails bitte an thomas@hiho.cc!

Freitag, 25. April 2008

Das Internet und deren Auswirkung auf klassische Vertriebsmodelle

Gesehen heute in der Stadt Salzburg.
Wäre vielleicht die Firmierung dieses Aushangs in der Form: "Ihr wegrationalisiertes Filialteam" nicht viel treffender?

Sonntag, 20. April 2008

So ein Sonntag - so ein Sonnentag

Heute war der erste wirkliche Sonnensonntag und somit der erste "Badetag".











Außerdem hatte "Red Bull Salzburg" das letzte Heimspiel...

Stoffl's Zimmervermietmaschine prooms.com wird karikiert

Donnerstag, 17. April 2008

Zeilen nach dem Konsum von 3 Bieren

Ich stelle zwei Flaschen Bier im Tankstellenshop zur Kasse....
Kassierin: "Ist das Alles?"
Ich: "Ja!"
Sie: "Hmmm..."
Ich: "Das ist genug für mich, um einen Rausch zu bekommen!"
Sie lacht richtig herzhaft und fängt sich nicht mehr...
Das dauert gefühlte Minuten...
Ich gehe zur Kühlvitrine und hole noch eine Flasche, stelle sie vor ihr hin.
Ich: "So - jetzt haben Sie Ihren Zusatzverkauf und ich habe nun hoffentlich eine 100%ige Chance auf's betrunken werden!"
Sie: "Hmmm... Ich berechne Ihnen zwei, Sie können alle drei mitnehmen. Habe schon lange nimmer so gelacht."
Ich: "Ich will nimmer lachen. Nur nicht mehr denken müssen. Es gibt so Tage... Deswegen."

P.S.: Der weiter unten inserierte Ski ist mittlerweile verkauft und steht nicht mehr zur Verfügung. Der Sommer kann kommen... Und ein Winter wie die letzten Jahre wird für mich nie mehr kommen. Einige Aspekte werden schöner, einige werden mir abgehen.

Mittwoch, 16. April 2008

Werbewertevaluation Skihalle Neuss

"Die Hälfte meiner Ausgaben für Werbung ist zum Fenster hinaus geworfen!
Die Frage ist nur – welche Hälfte?" (Henry Ford, 1915)

Die Salzburger Land Tourismus weiß nun, zu welcher Hälfte deren Werbebudget für die Skihalle in Neuss (D) zuzurechnen ist. ;-)
Der Bericht ist fertig. Uff - es ist ein gutes Gefühl, wenn ein Projekt zum Abschluss kommt. Ein innerliches Durchatmen und zu einem guten Teil auch "Freude". Berührt Arbeit emotional? Und wenn ja: Ist das "Normal"? Und wenn nicht: Warum ist es bei mir so?

Dienstag, 15. April 2008

Kreuzschmerzen - Kniestuhl

Krümme ich meine Zehen in Richtung Fersen, verkrampft sich mein Fuss. Gehe ich in der Firma alle 4 Stockwerke zu Fuß hinauf, benötige ich oben angekommen einige Sekunden, um mich mit einem Kollegen unterhalten zu können. Fahre ich am Abend mit dem Auto von der Firma nach Hause, habe ich Kreuzschmerzen und kann generell nicht mehr über einen längeren Zeitraum sitzen, weil diese auch tagsüber immer schlimmer werden.

Einen Kniestuhl habe ich soeben online bestellt. Wie sich der auswirkt... ich bin gespannt. Optisch ist er kein Highlight. Und wer weiß: Vielleicht schaffe ich es ja wieder mal nach diesem - meinem ersten - Semester etwas für mich und meinen Körper in Form von regelmäßiger mäßiger Bewegung zu tun. Ich drück' mir die Daumen und wünsch' ein mglst. schmerzfreies einschlafen.

Sonntag, 13. April 2008

Another saturday night and I ain't got nobody...

Jetzt: Sonntag - Nachmittag. Caféhaus hocken. Einen hoffentlich brauchbaren Leitfaden für Studenten entwickeln, der glz. organisatorisch für uns durchführbar ist. Soziologische Studien betreiben (eigentlich eher andere Menschen beobachten und sich dazu Gedanken machen). Roland Girtler würde das Gesehene sicher sehr gut interpretieren können. Ich bleibe in der Phase der Deskription stecken... Und erfreue mich daran köstlich.

Gestern: Samstag - Abend/Nacht. Eher schon Sonntags früh morgens.

Folgerung: Derartige "Freizeitgestaltung" frisst den nächsten Tag im Nu. Und das schlimmste daran ist, dass es dennoch oder gerade deswegen sehr sehr lustig gewesen ist. Wegen meinem Freund S. W., der sich schon alleine wegen seines grenzgenialen Gefühls bei der Zutatenwahl sowie den Zubereitungsmethoden beim Kochen eine Dame an seiner Seite verdient hätte, die dies zu schätzen wüsste. Der daraus entstandene Wohlgeschmack konnte auch durch die Niederlage Salzburgs gegen Mattersburg beim Fussball nicht zerstört werden. Was danach folgte entbehrte jeder kognitiven Logik und endete um 5h Morgens in einer aufgelassenen Fabrikshalle zwischen 2.000 anderen Personen. Tanzend zur Musik unserer "Generation".

"We don't need no education. We don't need no thought control..."

Freitag, 11. April 2008

rippen statt skippen!

Genial für alle Last.fm-User ist http://www.thelastripper.com/

Bachelorarbeiten

Ich sitze im Zug - von Wien kommend - nach Salzburg. Sozusagen die Reduktion von rund 2 Mio. Menschen auf ca. 200.000 Mitbewohner erlebend. ;-)
Der Grund nach Wien zu reisen war die Teilnahme an einem Workshop bzw. einem Erfahrungsaustausch von FH-Studiengangsleitern und Lehrenden, welche die Entwicklung von Leitfäden bzw. Leitung von Bachelorseminaren in Ihrem Aufgabenbereich haben.

Die Gesprächsrunden waren sehr gut moderiert und führten zu durchaus regem Erfahrungsaustausch, bei dem eines rasch klar wurde: Die wenigsten FH's haben vergleichbare Workloads für Ihre Bachelorarbeiten vorgesehen und vor allem die Frage "Quantitative & qualitative Anforderungen" brannte den Teilnehmern (auch mir) unter den Fingern. Diese konnte aber nicht beantwortet werden, bzw. die Antwort darauf steckt zu einem Gutteil in den jeweils dafür vorgesehenen ECTS-Punkten. Auch das Spannungsfeld der Einordnung der BA-Arbeiten zwischen Seminararbeit und Diplomarbeit bzw. Master-Thesis wurde sehr unterschiedlich gesehen, formuliert und diskutiert.

Sehr aufschlussreich waren die diversesten Organisationsformen (Betreuung, Themenvergabe, Placement im Curriculum, etc.), die von den Studiengängen geplant sind, bzw. vereinzelt schon durchgeführt wurden.

Mich hat der Tag ein gutes Stück beruhigt, da wir im Fortschritt unserer Überlegungen/Leitfadenausarbeitungen vergleichsweise im vorderen 1/8 der Teilnehmer liegen und die kritischen Punkte im Prozess der Begleitung der Studenten beim Erstellen der Arbeiten bei der Leitfadenentwicklung beachtet worden sind.

Sehr spannend übrigens die verschiedenen Terminologien für gleiche wissenschaftliche Prozessvorgänge in den jeweiligen Wissenschaftdisziplinen, die oftmals bei den Diskussionen einen Übersetzer notwendig gemacht hätten. ;-)

Mittwoch, 9. April 2008

Minki is death

Heute Morgen starb unsere Hauskatze "Minki" im 16. Lebensjahr an Knochenkrebs. Nachdem ihre Schwester "Filou" - wir dachten Anfangs sie sei ein Mann, daher die Namensgebung - uns schon vor einigen Jahren verlassen hatte, war Minki oftmals hart im Nehmen und ein sehr zähes Tier. Sogar den Hausumbau mit unseren neuen Lärmschutzfenstern - und dem damit verbundenen Verlust ihres Katzenfensters - sowie der daher nicht mehr vorhandenen Möglichkeit zu Kommen und zu Gehen wann Sie wollte, nahm sie in hohem Lebensalter noch tapfer hin.
Tiere gewöhnen sich an den Menschen und umgekehrt genauso. Es wird sicher etwas fehlen...

Dienstag, 8. April 2008

Done

00:30 - gerade von der Präsentation vor den Skischulleitern heimgekommen.
Der Abend war sehr spannend & aus meiner Sicht und Einschätzung sehr "erfolgreich" (insofern, dass doch recht munter diskutiert wurde und die Teilnehmerzahl erfreulich hoch war). Die Kernproblematiken sind den Unternehmern bewusst - nicht erst seit meinem Vortrag. Da die KMUs dieser Branche sehr nah am Gast sind und "Hand-am-Markt-Forschung" im japanischen Sinne betreiben, wurde deren subjektive Wahrnehmung lediglich objektiviert. Lösungen konnten keine erarbeitet werden - was auch nicht das Ziel war. Mehr gibt's auch nicht mitzuteilen, zumal ich geistig und auch körperlich am Zahnfleisch gehe und keine Energie verspüre ein detailierteres Resumé zu ziehen, bzw. in DAS/mein Blog zu tippen...

Morgen gilt es wieder zu unterrichten und ich habe die Wahl zwischen die Nacht durchmachen und gut vorbereitet, dafür übermüdet, in den Unterricht zu gehen. Oder schlafen zu gehen und unvorbereitet, dafür geistig frisch in die Klasse zu marschieren. Mal sehen, was es wird...

Samstag, 5. April 2008

Morgen wird es spannend - find' ich

Montag, den 07.04.08 habe ich einen Vortrag vor den Skischulleitern des Bundeslandes Salzburg zum Thema "Nachfragerorientierte Preise und Produktpräferenzen für Skikurse in Salzburg". Angeblich wird "full house" und rund 80 Leute im Plenum sein... Mal sehen. Und wenn so viele kommen, dann freut mich das ungemein! Die Arbeitsunterlagen sind kopiert - und die Präsentation wird sicher erst in letzter Minute fertig werden. Typisch ich. ;-)

Gespannt bin ich auf die Reaktionen, zumal die Kernaussagen nicht unbedingt zu deren Zufriedenheit ausfallen werden und eine Änderung der Situation kurzfristig gar nicht und langfristig sehr schwer machbar sein wird. Aber... sind Forscher dafür verantwortlich, was die Menschen aus den Ergebnissen von Grundlagenforschungen machen, wenn sie überhaupt etwas für Ihr tägliches "Tun und Lassen" adaptieren? Wohl kaum... Dies ist "out of scope".

Aber ganz persönlich hoffe ich auf eine "heiße" Diskussion im Anschluss, obwohl es ja heißt:
"Die Stimmen werden lauter, wenn das Verständnis abnimmt." (Friedrich Georg Jünger - dt. Schriftsteller). Aber vielleicht stößt gerade dass die ein oder andere Handlung an?!

leider - gar nicht sooooooo weit weg von der realität

BarCamp? Nein. CastleCamp! Beides noch nie gehört?

Kennen Sie... Sitzungstage, welche endlos erscheinen? Sie sitzen im Plenum und denken daran, was Abends im TV kommt, verreisen virtuell - auch ohne WLAN und Laptop - sozusagen nur durch Gedankenkraft, Ihnen fallen 100 Eigenschaften ein warum Sie Ihre/n Frau/Freundin/Mann/Freund begehren, Sie schauen aus dem Fenster ohne irgendwas zu denken und und und....

Und dafür haben Sie € 400,-- bezahlt? Und die versprochenen spannenden Vorträge mit den neuesten Erkenntnissen zu streng vordefinierten Themengebieten sind im besten Fall sauber recherchierte, neu zusammengetragene Sekundärdaten? Manchmal aber auch zu theoretisch oder ausschließlich handlungsorientiert praktisch ohne jegliche Argumentationsgrundlagen... Sie fragen sich: "Wie zur Hölle kommt der/die auf das?"

UND AUS!!! Es gibt eine Lösung: http://www.castlecamp.at/
Sie werden nicht wissen, ob dies eine ganztägige After-Work-Party (ein Feierabendbiergequatsche) oder ein ernsthafter Kongress ist. Die Grenzen zwischen kreativen Prozessen und frontalem Input werden verschwimmen. Es wird SPASS und der Output, den jeder Teilnehmer mitnimmt wird die x-fache Potenz des Outputs klassischer Sitzungen, Kongresse, Symposien,... sein! Wenn Sie das Wort "Tourismus" auch nur schon einmal gehört haben, sind Sie schon mehr als qualifiziert sich anzumelden. Just do it!

Und wer ist schon dabei? Wir spannen doch alle gern...
http://www.castlecamp.at/index.php/Teilnehmerliste

Mittwoch, 2. April 2008

Slalom Racecarver

Rechts sehen Sie einen "Salomon Equipe 3V LAB"-Rennstallski mit "Salomon Equipe 914"-Rennbindung. Länge: 165cm. Modelljahr 2008.

Der Ski wurde lediglich einmal geschliffen und ist im fahrfertigen Zustand. Anschnallen - losfahren. Er hat rund 15 Skitage am Buckel. Ist nicht gestaucht und hat volle Spannung.

Ach ja: Das Teil ist zu verkaufen! *g*
Mit 300,-- bist du voll dabei. Und wer sich ein bisschen auskennt, weiß was für ein Preis das ist. Ein "Frühjahrs-ich-hab-keinen-Kellerplatz"-Preis.
thomas@hiho.cc

SOLD OUT!

Dienstag, 1. April 2008

Bilder @work

"Wenn man beginnt, seinem Passfoto ähnlich zu sehen, sollte man in Urlaub fahren."
Ephraim Kishon (israelischer Autor)

"Sehen verändert unser Wissen. Wissen verändert unser Sehen."
Jean Piaget (schweizer Psychologe)




Montag, 31. März 2008

Fesche Skilehrer locken Gäste an

Mit der Wahl eines sympathischen jungen Mannes aus dem Berner Oberland zum „schönsten Skilehrer der Schweiz" setzen unsere westlichen Nachbarn in der Tourismuswerbung auf bekannte Klischees. Der fesche Adelbodener soll Gästen den Winterurlaub in der Schweiz und vor allem Skikurse schmackhaft machen. Würde das Klischee vom Alpen-Macho als Werbeträger auch bei den Salzburger Wintersportgästen die Buchungen in den Skischulen in die Höhe schnellen lassen? Antworten auf diese und weitere Fragen suchten die Tourismusexperten der Fachhochschule Salzburg im Auftrag des Salzburger Berufski- und Snowboardlehrer Verbandes.

Individuelle Betreuung

Studienautor Thomas Hinterholzer, Mitarbeiter der Tourismusforschung der FHS-ForschungsgesmbH und des Studienganges "Innovation und Management im Tourismus" der FH-Salzburg GesmbH fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen: „Die Preisbereitschaft bei Skikurskunden ist höher als allgemein angenommen. Stimmt die Leistung sind Skischüler bereit, 170 Euro und mehr für einen fünf Tage dauernden Skikurs zu bezahlen." Der derzeit übliche Preis liegt im landesweiten Schnitt bei rund 138 Euro! Hinterholzer: „Dafür erwartet sich der Winterurlauber dann aber auch die beste Leistung."

Konkret heißt das, einen einheimischen, Top ausgebildeten sowie erfahrenen Skilehrer. Ganz oben im Ranking steht bei den Gästen jedoch eine individuelle Betreuung. „Diese ist bei der Kaufentscheidung sogar wichtiger ist als der Preis", hat Hinterholzer herausgefunden. Und: Maximal sieben weitere Skischüler akzeptiert der Gast in seiner Gruppe.

Wolfgang Viehhauser, Geschäftsführer des Salzburger Berufsski- und Snowboardlehrer Verbandes, der Interessensvertretung aller Salzburger Skischulen und Skilehrer, findet die Schweizer Werbestrategie durchaus nachahmenswert. „Einerseits hat die Untersuchung der FH Salzburg gezeigt, dass Skischulen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Salzburger Wintersportorte darstellen und die Skischulen, vertreten durch 2400 Skilehrer, ein großer Imageträger für die Urlaubsdestination Salzburg sind. Andererseits zeigte die durchgeführte Conjoint-Analyse auf, dass sich erwachsene Skischülerinnen einen Mann als Skilehrer erwarten und unsere männlichen Gäste am liebsten von einer Dame das Skifahren beibringen lassen!" Klischees haben also durchaus ihre Berechtigung.

Sonntag, 30. März 2008

Das nächste Blog im Web ist eröffnet...

Es ist kurz nach Mitternacht... Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen & was macht ein "modernes" Mitglied der Informationsgesellschaft dann?

Genau! Ein DAS Blog einrichten. (Noch) nicht wissend, welchen Content (neudeutsch für die Inhalte) er in Zukunft posten (neudeutsch für das Veröffentlichen) soll und wird. Aber: Man/ich ist/bin nun auch ein Blogger (neudeutsch für einen Autor eines Blogs - also einer Art Journal oder Tagebuch im Web) und damit mittendrin(n) statt nur dabei (in Anlehnung an einen Werbeslogan mit Qualität).